Es ist soweit. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat den Termin verkündet für unsere Berufungsverhandlung. Nicht in jeder Lebenslage sehnt man einen Gerichtstermin herbei und freut sich über die offizielle Ladung, in unserem Fall jedoch umso mehr.
Vorheriger Urteilsspruch des Landgerichtes Wuppertal
Am 13.11.2025 erging das Urteil aus der mündlichen Verhandlung vom 14.08.2025 vor dem Landgericht Wuppertal. Aufgrund der zu befürchtenden Verfahrensdauer wurde den Parteien angeraten, es mit dem Mediationsweg zu versuchen. Und natürlich, wir gehen jeden Weg für unser tolles, soziales Projekt. Beide zwischenzeitlich durchgeführten Mediationstermine sind wir verhalten optimistisch angegangen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Obwohl wir vor Gericht vollumfänglich Recht bekommen haben, haben wir die Termine sehr ernst genommen, uns intensiv vorbereitet, Angebote, Kompromissvorschläge und Entgegenkommen ausgearbeitet, leider vergebens. Eine ähnliche Absicht wie unsere, doch noch zusammen zu finden, konnten wir von unserem Verpächter leider nicht wahrnehmen. So wurden beide Termine denn auch ergebnislos abgebrochen.
Sogar ein dritter Mediationstermin stand zuletzt noch im Raum. Zeitgleich mit einer Terminanfrage hierfür veröffentlichte die Diakonie allerdings erneut und sehr ausdrücklich, dass es das Tierschutzzentrum nach ihrer Vorstellung nicht geben wird. Es ist also auch für einen dritten Mediationsversuch schon im Vorfeld nicht der geringste Ansatz für die gemeinsame Realisierung der geschlossenen Verträge erkennbar und damit die denkbar schlechteste Voraussetzungen für eine weitere Mediation.
Umso besser, dass die Rechtsprechung nun in greifbare Nähe rückt.
Öffentliche Verhandlung vor dem OLG
Am Dienstag, den 06.10.2026 um 12 Uhr soll nun in Düsseldorf vor dem Oberlandesgericht die Berufung der Diakonie zum gesprochenen Urteil verhandelt werden. Bis dahin beten wir, dass am Ende das Gute und Gerechtigkeit siegen. Es gibt gegenüber der Verhandlung vor dem Landgericht nach unserem Kenntnisstand keine neuen Fakten oder Argumente, die gegen uns und unser Projekt sprechen.
Dass vor Ort Klienten wohnen, die schutzbedürftig sind, war der Diakonie bereits zu Vertragsabschluss klar. Und genau das war ja sogar die Antriebsfeder, uns aufs Gelände zu holen. Es sollte eben nicht mehr nur ruhig und abgeschieden dort zugehen. Ausdrücklich sollte das Gelände durch uns und unser Tierschutzzentrum belebt werden, es sollte einfach "Alltag" stattfinden. Wir wurden vertraglich verpflichtet, den Cafébetrieb aufrecht zu erhalten, Feste zu veranstalten und Menschen zwecks Inklusion aufs Gelände zu holen. Und all das tun wir gern und es überzeugt uns nach wie vor. Wir haben schon während der Bauphase erste schöne Kontakte geknüpft und es besteht zwischen einigen der Diakoniebewohner und unseren Ehrenamtlichen bereits ein gegenseitiger Austausch, natürlich durch den Baustopp aktuell noch sporadisch. Aber der Anfang ist gemacht. Und wir hoffen darauf, den nach rechtskräftigem Urteil des OLG dann weiter ausbauen zu können.
Und das schönste für die Bewohner, die Tiere, kommen ja erst noch. Denn erwiesenermaßen hat allein die Anwesenheit von Tieren eine messbar positive Auswirkung auf Krankheitsbilder.
Wie immer "unter Vorbehalt"
Wer uns im Gerichtssaal den Rücken stärken und die Verhandlung live mit verfolgen möchte, informiert sich bitte unbedingt kurz vorher nochmal, ob es beim angekündigten Termin bleibt. Hier geht es zur Terminabfrage des OLG Düsseldorf:
An das Gute glauben
Wir wollen gemeinsam nicht hadern sondern an das Gute glauben. Pacta sunt servanda (übersetzt: „Verträge sind einzuhalten“). In diesem Sinne, lasst uns den Sommer nutzen, um noch Kraft zu tanken, damit es dann nach langem Warten mit Hochdruck weiter gehen kann, für Mensch und Tier. Danke für Euren Rückhalt, alle lieben Worte, die tolle Stimmung auf unserem Frühlingsfest und die weitere Unterstützung unserer Arbeit!
